Aktuelles und Plaudereien

3. Erntewoche



In der dritten Woche haben wir die Sorten Furmint, Welschriesling und Grauburgunder geerntet. Aber der Reihe nach.

Angefangen haben wir die Woche mit Furmint. Typisch für den Furmint ist, wenn's schon einige Regengüsse gab, dass er "gliwrat" wird. Einige Beeren fangen an aufzuplatzen, was einem erhöhtem Aufwand  bei der Ernte bedarf, da eben diese Beeren aussortiert werden wollen. Nichtsdestotrotz, wir sind mit der Qualität sehr zufrieden.
Auch der Welschriesling aus den Lagen Vogelsang und Umriss war eine Freude für's Auge. Einem ausgezeichneten "Spritzwein" sollte nichts mehr im Wege stehen.
Zu guter letzt haben wir noch einen etwas "reiferen" Grauburgunder geerntet welcher auf der Maische vergären darf. Wir haben ja schon einiges an Erfahrung mit dieser Methode der Weissweinbereitung, aber mit dieser Sorte haben wir den Versuch noch nie gewagt. Wir freuen uns schon auf das Endergebnis.

Kurzes Resümee und Vorausblick nach 3 Wochen: Wir können soweit Weißweine mit moderaten Alkoholwerten erwarten welche den grandiosen 2019ern nicht unähnlich sein werden. In den kommenden Tagen werden wir mit der Ernte der Rotweine beginnen und der Blaufränkisch wird den Anfang machen. Mittlerweile haben wir auch schon die ersten Botrytis-Ansätze in unseren Weingärten gefunden was uns mit Freude an den Ruster Ausbruch denken lässt.
Rust, 18.09.2020

2. Erntewoche



Die 2. Erntewoche haben wir mit dem Sauvignon Blanc in der Riede Geyer eingeläutet. Das Ausgangsmaterial für einen tollen Sauvignon Blanc war vorhanden - die Trauben Gesund mit moderatem (ja fast idealem) Zuckergehalt - und der gärende Most lässt uns jetzt schon schmunzeln.
Bei schönstem Spätsommerwetter haben wir die Ernte fortgesetzt und einen Teil unseres Grauburgunders geerntet. Der andere Teil darf noch etwas länger in der Sonne reifen, da wir noch auf eine Spätlese bzw. einen Ruster Ausbruch aus dieser Sorte aus sind.
Ein kurzer Abstecher folgte darauf in den Garten Eden wo unsere Scheurebe wächst. Ein Wein welchen wir bis jetzt noch nie reinsortig in die Flasche gefüllt haben. Vielleicht ist heuer das Jahr für die Scheurebe?
Abgeschlossen haben wir diese Woche mit dem Chardonnay im Gemärk. Auch hier haben wir einen Teil der Trauben im Weingarten belassen um auf eine Spätlese hinzuzielen.
Rust,12.09.2020

1. Erntewoche



Mit Freude haben wir am 2. September mit der diesjährigen Ernte begonnen.

Den Anfang machte, wie auch schon in den Jahren davor, der Rosenmuskateller in der Riede Mitterkräften und Satz für unseren Ros'n'Rot. Die Trauben waren am Punkt, wunderschön in der Reife und Gesund. Ich denke wir können uns schon jetzt auf einen herrlichen Frizzante freuen! Kleiner Wehrmutstropfen: Die Menge. Es wird nicht so viel geben wie im letzten Jahr.
Weiter ging es mit Sauvignon Blanc in der Riede Satz. Auch hier das gleiche Bild. Frische Trauben und Kerngesund. Wir freuen uns darauf.
Zu guter letzt haben wir noch unseren Pinot Noir in der Riede Eden und eine Junganlage vom Malbec (damit sie nicht von den Staren gefressen werden) für einen Rosé geernet.

Der Anfang ist gemacht und wir haben noch lange nicht genug.

Rust, 05.09.2020

Kraft zum Schlafen – unser Winzerzimmer

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Mit Leib und Seele

Christoph

Die Liebe zur Arbeit mit Trauben & Rebensaft haben mir meine Eltern "sanft" mitgegeben. Ich bin in einem sehr entspannten und glücklichen Familienbetrieb groß geworden, durfte mich für die Arbeit als Weinbauer bewusst entscheiden. Und ich bin glücklich, diese schöne Aufgabe übernommen zu haben. Für mich ist es wichtig, einerseits unsere Wurzeln und Tradition nicht zu vergessen, andererseits Weingut und Weine in die nächste Generation zu führen.
Wein machen ist immer auch Forschen und Tüfteln. Ich möchte Neues ausprobieren, ohne unseren Weinstil zu verlieren. Bei meiner Arbeit bin ich Perfektionist und nehme mir Zeit für alles, was Zeit braucht, um gut zu werden: ob nun im Weingarten, wenn ich mir beim Teilen der Trauben die Hände schmutzig mache, um optimale Resultate zu erzielen oder im Keller, wo ich die Weine bewusst "sein und werden" lasse. In meiner Freizeit lasse ich mich nach getaner Arbeit am See vom Südwind beim Surfen beflügeln. Und genau diese Mischung aus Weingarten, Storchengeklapper, See und Südwind sowie ganz viel Familie – das bedeutet für mich Weinbauer in Rust zu sein.

Esther

In einem Familienweingut gibt es immer was zu tun – und jedem wird eine passende Aufgabe zugeteilt. So helfe ich im Weingarten "Schmetterlings-Keuschheitsgürtel" auszutragen oder Flaschen für die Etiketten vorzubereiten und darf mich voll und ganz meiner kreativen Ader widmen, indem ich mit Leidenschaft Flyer und Tafeln gestalte.
Sich näher mit der Weinwerdung zu beschäftigen und das Wunder vom Weingarten, über den Keller bis hin zum Glas zu beobachten, fasziniert mich jedes Jahr aufs Neue. Jeder Schritt dabei ist spannend und ich bin mittendrin!

Harald und Christine

Harald
Ich brauche Luft, Natur. Die hole ich mir jeden Tag in unseren Weingärten: bei der Aufzucht der jungen Reben, bei Traktorarbeiten oder auch in der Nacht, wenn die Bettflucht dem Pflanzenschutz gewidmet wird. Im Keller bin ich mittlerweile hauptsächlich "Souffleur und Unterstützer". Es freut mich zu sehen, wie sich die Stilistik unserer Weine weiterentwickelt, ohne "fremd" zu werden.
Nebenbei bleibt mir noch Muße für mein Hobby, die Gesangsstunde mit Freunden und Kollegen.  So wie meinen Sohn Christoph, ruft auch mich manchmal der Südwind so laut, dass ich auf ihn hören muss! Dann bringt mich das Surfboard raus auf den See und ich erlebe unsere Weingärten aus einer ganz, ganz anderen Perspektive…

Christine
Baumeisterin. Chefin de Cuisine. Kommunikationsexpertin. In verschiedensten Rollen finde ich mich seit langem wieder. Harald und ich haben gemeinsam das Weingut seiner Eltern um- und aufgebaut und das Wohnhaus erweitert, sodass drei Generationen unter einem Dach leben konnten. In unserem KraftRaum  findet man mich häufig im Gespräch mit unseren Kunden. Im Keller wechselt meine Aufgabe zwischen Beraterin und Abfüllhilfe. In der Küche dirigiere ich Kochlöffel, Töpfe und Pfannen - egal, ob dies nun für zwei (sehr selten), sieben (regelmäßig) oder 100 Leute (bei Veranstaltungen) passiert. Und hin und wieder, genieße ich mit Harald gemeinsam den See…

Mariella und Maximilian

Mariella
Als Schwester und hauptberuflich im Handel tätige Weinkennerin  bringe ich einen neuen Blickwinkel zum Produkt und der Präsentation des Weingutes mit. Für mich bedeutet die Mithilfe im Weingarten ein bewussteres Erleben der Jahreszeiten und meist ist sie auch Erholung und Entspannung, da ich mich zwischen den Reben mit Blick am See sehr frei fühle.

Maximilian
Als Kind genoss ich mit meiner Großmutter Rust als Gast, nun bin ich echter ‚Ruster Stadtbürger‘ und wachse von Saison zu Saison mehr in den Familienbetrieb hinein. Als branchenfernes Familienmitglied bin ich am besten für einfache Arbeiten im Betrieb zu haben, aber auch als IT-Fachberater und Marketingstratege universal einsatzfähig. Und als Belohnung für meinen Einsatz genieße ich am liebsten beim gemeinsamen Abendausklang ein Glas Wein im KraftRaum.

Von Erde und Fässern

Aus gutem Grund, seit 1749

Weine aus dem Ruster Weingut Kraft profitieren von der speziellen Bodenstruktur und den Einflüssen des pannonischen Klimas: Während die Wurzeln der Reben tief in einer Wechselschicht aus Löss, Kalk und Sedimenten des urzeitlichen Burgenland-Meeres ihre Nährstoffe finden, sind Stock, Laubwand und Trauben heißen, trockenen Sommern und kalten, niederschlagreichen Wintern ausgesetzt.

Jede Riede hat ihren besonderen Charakter und es will wohl überlegt sein, welche Rebsorte wo ausgepflanzt wird. Schließlich beeinflusst diese Entscheidung die Entwicklung der Weinpflanze, der Trauben und schließlich auch den Wein im Glas. Im Süden von Rust (Richtung Mörbisch) herrschen kristalline, steinige Lagen mit Schiefer und Schotter vor, welche bestens für den Malbec geeignet sind. Westlich der Stadt überwiegen hingegen sandige, zum Teil sehr trockene Böden, wo sich die Stöcke des Sauvignon Blanc am wohlsten fühlen. Blickt man nach Norden bzw. in den Nordwesten zeigen sich kalkhaltige Lagen, die durch Meeresablagerungen geprägt sind – hier findet man neben dem einen oder anderen Muschelfossil unseren Blaufränkisch.

Doch nicht nur der Boden in Rust ist einzigartig, auch der Einfluss des Neusiedler Sees ist spürbar und die Wasserfläche von Europas größtem Steppensee wirkt als Wärme- und Feuchtigkeitsregulator auf unsere Rieden. So schafft uns die Spiegelung der Sonneneinstrahlung verglichen mit anderen Anbaugebieten einen kleinen aber spürbaren Vegetationsvorsprung. Untertags speichert der See die Wärme der burgenländischen Sonne und gibt sie in der Nacht langsam wieder ab. Laue Weingartennächte sind die Folge.

Purismus schafft Opulenz

In unseren Weingärten halten wir uns bewusst zurück, lassen der Natur freie Hand. Wir verzichten auf künstliche Bewässerung, Herbizide oder Kunstdünger. So entstehen Kraft-Weine mit ehrlichem Charakter - man "erschmeckt das Jahr" und ahnt beim Kosten, ob es ein trockener, heißer oder sehr verregneter Sommer war.

Gleichzeitig verbringen wir in unseren Ruster Weingärten auch sehr, sehr viel Zeit und legen großen Wert auf Handarbeit: Stocktrieb-Entfernen, Trauben-Teilung, Laubwand-Pflege, Weinlese und viele weitere dieser aufwändigen Arbeitsschritte sind uns wichtig. Denn wir sind überzeugt, dass ein guter Wein bereits im Weingarten entsteht. Das ist auch ein Grund, warum wir weder Trauben zukaufen noch unsere eigenen Trauben teilen. Wir verarbeiten ausschließlich das Beste aus unseren eigenen Weingärten, und dieses Beste hat opulente "Kraft" in sich, da der Weinstock erheblich weniger Trauben ausbilden muss. So ernten wir weniger Trauben pro Hektar, aber mehr Geschmack pro Glas.

Unsere Ruster Weinrieden
Satz - Furmint, Malbec, Rosenmuskateller, Sauvignon Blanc
Vogelsang
- Welschriesling, Riesling
Geyer - Sauvignon Blanc
Eden - Pinot Noir, Scheurebe
Bandkräften - Grauburgunder, Scheurebe
Mitterkräften - Rosenmuskateller
Gemärk - Chardonnay, Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, Merlot
Mariental - Blaufränkisch
Rittergraben - Malbec
Gertberg - Blaufränkisch, Syrah, Cabernet Franc, Tannat
Umriss - Cabernet Sauvignon, Furmint, Welschriesling
Geyer Umriss - derzeit Bodenrevitalisierung

Unsere Mörbischer Weinrieden
Satz - Cabernet Sauvignon
Haderwald - Rosenmuskateller

Ruhe nach dem Sturm

Nach der Lese "brodelt" es im Keller, der Most vergärt zu Sturm. Danach wird es leise, aber sicher nicht still um den Wein. Und wir üben uns in Geduld, lassen dem Wein Zeit zu reifen. Bei den Holzfässern setzen wir auf Regionalität, unsere Weine reifen in Eichen aus der Gegend. Dabei geben wir ihnen die Zeit, die sie brauchen, auch wenn das bis zu drei Jahre oder länger dauern kann. Wir verstehen unseren Wein als Werk der Natur, nicht als ein Design des Kellers. Deshalb arbeiten wir auch im Keller puristisch – wir verwenden keinen Vakuumverdampfer und keine Umkehrosmose, wir filtrieren unsere Weine wenn wir meinen es ist notwendig, und füllen sie unfiltriert in die Flasche wenn wir meinen es ist möglich. Als Winzer helfen wir jedem Wein jedes Jahrganges, seine spezifischen Merkmale in bestem Licht zu präsentieren.

"Jedem Jahrgang seine Eigenheiten, jeder Rebsorte ihre Besonderheiten."

Unser Kraftraum

Zeit zum Kosten und Kaufen - Erinnerungen die bleiben

Mo. bis Do., 12:00 - 19:00 Uhr
Fr./Sa./So./Feiertags, 10:00 - 19:00 Uhr
Sperrstunden können variieren, generell aber länger geöffnet!

Gerne begrüßen wir auch größere Gruppen zu einer besonderen Weinprobe, bei der Sie jemand aus der Familie in die Welt der Kraft-Weine entführt. Anfrage genügt!

Kontakt

Kraft aus Rust
7071 Rust, Conradplatz 11
Burgenland, Österreich
info@kraftausrust.at
Tel: +43 (0) 664 120 66 30
Bürozeiten: Mo-Fr 8:00 - 17:00 Uhr

Reichlich Parkmöglichkeiten vor dem Haus vorhanden!

Wo & Wann

Besuchen Sie uns auch an folgenden Terminen - vielleicht in Ihrer Nähe...
6.-7. November 2020 - Ruster Herbstzeitlos - Jungweinsegnung und Verkostung bei den Ruster Weinbauern
13.-15. November 2020 - Forum Vini München - Weinmesse im M.O.C.